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XZ550.de - die Legende bebt :: Willkommen :: Die Geschichte der XZ

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Geschichte:


1982 war ein interessantes Jahr für die Motorradgemeinde. Es wurde ein Motorrad von Yamaha ausgeliefert, dass viele Jahre später ein Geheimtipp, ja - sogar eine Legende wurde.

Bis dahin war es ein weiter Weg.

Die XZ, die in anderen Ländern den Namen "Vision" bekommen hatte, wurde in Deutschland mit Argwohn begrüßt. Der erste Testbericht in der Zeitschrift "Motorrad" bekam die Überschrift "Captain Future" - denn das Design war für damalige Verhältnisse recht futuristisch. Das erkannten auch die Macher der Serie "V-die Ausserirdischen": Die Aliens bekamen komplett weisse XZ als ausserirdische Dienstfahrzeuge.
Wer die XZ heute im Straßenbild sieht dem wird klar, dass die Yamaha-Designer ihrer Zeit einfach nur um einige Jahre voraus waren. Das XZ-Design hat heute nichts ungewöhnliches mehr.
Aber damals, 1982, führte das Design eher zu Ablehung. Die XZ stand wie Blei in den Regalen, auch die "S" mit Vollverkleidung wurde kein Renner. Ende 1983 wurde die Produktion eingestellt, die Maschinen wurden noch bis 1985 teilweise zu Schleuderpreisen abverkauft, was bis dahin nicht an den Kunden zu bringen war, ging an die Berufsschulen als Schrauber- und Anschauungsobjekt.

Was für ein Einstieg in diese Welt.



Aber auch die verbaute Techik war - für damalige Verhältnisse - futuristisch. Das wiederum war eine Herausforderung für die Menschen, die gerne (oder aus Kostengründen) selber an ihren Maschinen schrauben. Denn die Technik der XZ verlangt von ihrem Schrauber Sorgfalt und Know-How - sonst stellt sie die Funktion auch gerne mal ein :o)

Das führt uns dann zu der heutigen Situation: Die XZ ist ein Exot, der mit ungläubigen Augen von anderen Bikern betrachtet wird ("sowas hat Yamaha auch mal gebaut?").
Viele Maschinen stehen nicht fahrtüchtig in den Garagen des Landes und warten darauf dass sich jemand erbarmt sie wieder ins Leben zu holen. Die Preise für diese "Immobilien" ist meist sehr niedrig.
Allerdings sind bei diesen "Schnäppchen" Rechenkünste gefordert: Wenn das Vermeintliche Schnäppchen 400 Euro kostet und dann in neue Reifen, Zündkerzen, TÜV-Abnahme, Batterie, TCI und andere "fällige" Teile investiert werden muss, dann relativiert sich der Preis ganz schnell. Wer gerne schrauben mag und nicht immer "billig-billig" spielt, der kann echt Freude an der Wiederinbetriebnahme eines solchen Schätzchens haben - den Willen zu hochanständiger Arbeit mal vorausgesetzt. Frickler werden dabei keine Freude haben.
Ansonsten ist der Wert einer fertig aufgebauten und sauber fahrbereiten Maschine mit Zulassung und TÜV nicht zu unterschätzen.

Diese Entwicklung wuchs in den letzten Jahren. Wurde beim ersten XZ-Treffen 2001 noch jeder frenetisch gefeiert, der ohne Panne angekommen ist, so ist nach einigen Jahren Evolution die XZ heute Langsteckentauglich und wird auch gerne mal für Touren zum Nordkap oder quer durch Europa eingesetzt. Dazu beigetragen haben die zusammengetragenen Erkenntnisse der XZ-Gemeinde und alternative Ersatzteile wie die TCI von Ignitec und die Lichtmaschine z.B. von der Honda Africa Twin.

Die stolzen Reiter einer XZ sind heute also an einer Stelle angekommen wo man einen alltagstauglichen Exoten mit unvergleichlichem Sound fährt und sich die Wartungsarbeiten auf ein normales Maß (für ein über 30 Jahre altes Motorrad) beschränken.
Sollten größere Wartungs- oder Reparaturarbeiten erforderlich sein, kann der geneigte XZler auf diese starke Kommunity zurückgreifen, wo ihm mit Rat und Tat geholfen wird.

Und damit hat sich das Blatt für die XZ nach so vielen Jahren dann doch noch gewendet: Aus dem mit Argwohn betrachteten Neuling ist ein seltenes, klassisches Motorrad mit Stil und einem feinen Sound geworden, das aussergewöhnliche Fahrfreude bietet.

Die Legende Bebt.

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